Ein japanisches Projekt: Husserl in Database


vorgetragen bei der Tagung "Übersetzung von Husserl und Heidegger ins Russische" in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg vom 25. bis 28. September 1995

I. Einleitung

II. Hintergrund des japanischen Projekts

III. Inhalt der Husserl-Database

IV. Schlußwort


I. Einleitung

Hier in Freiburg ein Referat halten zu dürfen, darüber freue ich mich deshalb sehr, nicht nur weil es gerade diese Stadt ist, in der sich Husserl und Heidegger trafen, sondern auch weil ich selber gerade vor 10 Jahre hier gewohnt habe. Damals habe ich nämlich einen zweimonatigen Sprachkurs am Goethe-Institut in Freiburg besucht, bevor ich an der Universität zu Köln und weiter an der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal studierte. Seit meinem zweijährigen Studienaufenthalt in Deutschland habe ich mich hauptsüchlich mit der husserlschen Phänomenologie beschäftigt und nach 10 Jahren in diesem Februar meine bisherige Arbeit als ein Buch mit dem Titel Husserls Phänomenologie der Intersubjektivität im japanischen Verlag "Sobunsha" veröffentlicht. Inzwischen interessierte ich mich aber gleichzeitig dafür, einen elektronischen Text von husserlschen Schriften zu bilden, damit ich besser mit den Texten arbeiten kann. In meinem heutigen Referat handelt es sich darum, Ihnen diese meine zweite Arbeit von sozusagen "Husserl data-base" vorzustellen.

Im philosophischen Bereich vergrößert sich neuerlich die Tendenz in verschiedenen Formen, einen Computer nicht mehr ausschließlich als Wordprocessor mit einem Textverarbeitungssystem, sondern in einer weiteren Funktion zu benutzen. Auch in Japan ist es schon 10 Jahre her, daß man auch in diesem Bereich eine Database, besonders eine Text-Database, nämlich eine Database von elektonischen Texten der philsophischen Schriften zu bauen anfing. Obwohl es auch einige bibliographische Database mit dem Zweck gibt, einen Aufsatz unter ungeheuer vielen Journalen, Zeitschriften und Forschungsberichten zu suchen, besteht die Hauptströmungen von unserem Land in der Text-Database, in welcher philosophische Texte eingegeben, als maschinenlesbare Texte in Disketten oder Festplatten gespeichert und verschiedene Behandlungen der Taxte wie Suchen oder Analysen ermöglicht sind. In den letzten 10 Jahren sind auch in Japan Text-Database von Descartes, Hegel, Schelling u.s.w. eingerichtet, und von deren Situation und Problem ist berichtet worden. In dieser Hinsicht steht die phänomenologische Forschung in Japan anderen Forschungen nach; die Husserl-Database, welche neulich von unserer japanischen Gruppe teilweise fertiggestellt und per Netzwerk veröffentlicht wurde, hat jedoch ein Teil des Versäumten nachgeholt. Außerdem treibt sie dadurch die Tendenz um einen Schritt voran, daß sie, im Vergleich mit den anderen bisherigen Database, den Schwerpunkt auf das Internet verlagert, das heute internationale Aufmerksamkeit als elektronisches Medium in der modernensten Zeit erregt.

Ich weiß nicht, wie viel Forscher unter Ihnen sich im Internet auskennen. Soviel ich die Situation in Japan betrachte, vermute ich, daß nur wenige von Ihnen mit dem Internet vertraut ist. Denn wer sich in Japan dafür interssiert, ist meistens Forscher von analytischer Philosophie oder höchstens deutschem Idealismus, also kaum Forscher der phänomenologischen Philosophie. Soviel ich selber im Internet beobachte, verhält es sich fast ähnlich auch international. Wenn ich daraus ausgehen darf, möchte ich nun über die Philosophie im Internet ein bißchen berichten.

Im Internet, genau gesagt bei WWW (World Wide Web), gibt es heute schon mehr als 30 allgemeine philosophische Eingangsseiten, sogenannte "Homepage", die zur mehreren philosophischen Datenquellen führen. Es gibt auch einige allgemeine philosophische elektonische Zeitschriften, mehrere Mailing-List, d.i. elekronische Diskussion per E-mail, 2 Stellen für Preprint Exchange, d.i. Meinungsaustausch über die noch nicht schriftlich publizierten Manuskripte, und nicht zuletzt viele Quellen von elekronischen Texten, unter denen wir im philosophischen Bereich Texte von z. B. Aristoteles, Platon, Augustinus, Descartes, Hume, Kant, Hegel, James u.s.w. finden können. Auch in Deutschland ist das "Projekt Gutenberg", bei dem man sich hauptsächlich mit literalischen Texten beschäftigt, sehr bekannt und umfangreich. [Material 1.] Ich bedauere, daß es im Internet mit winzigen Ausnahmen kaum Materialien von phänomenologischer Philosophie gibt. Ausnahmsweise gibt es nämlich ein Mailing-List über Heidegger und einige französiche E-Texte von Sartre und Merleau-Ponty, welche aber nur in begrenzten Kreisen zur Verfügung stehen. Obwohl es auch ein Mailing-List über Husserl gibt, ist es kaum aktiv, soviel ich informiert bin.

Da sollte unsere Database nicht nur zur inländischen, sondern auch internationalen phänomenologischen Forschung einen kleinen Beitrag in grundlegender Arbeiten leisten. Aus diesem Hintergrund möchte ich Ihnen unsere Husserl-Database kurz vorstellen.


II. Hintergrund des japanischen Projekts

Die internationale Forschung der von Husserl begründeten phänomenologischen Philosophie hat mit der Publikation der Husserliana seit 1950 angefangen und neben den phänomenologischen Monographien Phaenomenologica seit 1958 mehrere Beiträge in einigen Zeitschriften wie Analecta Husserliana , Phänomenologische Forschungen , Husserl Studies , u.s.w. zur Welt gebracht. Die japanische Forschung in diesem Bereich hat ihrerseits in den letzten 15 Jahren viele Erfolge mit z.B. Kurs Phänomenologie , Jahresberichte der Phänomenologie , Serie Phaenomenologica , Lexikon der Phänomenologie [das erste Lexikon von diesem Bereich in der Welt], u.s.w. erlangt. Japanische Forscher in diesem Bereich sind auch international so aktiv, daß neben einigen veröffentlichten Bänden wie Japanese Phenomenology , Japanische Beiträge zur Phänomenologie , Phänomenologie der Praxis im Dialog zwischen Japan und dem Westen , Japanese and Western Phenomenology , viele Aufsätze in den obengenannten ausländischen Zeitschriften gedruckt wurden. Ihre Arbeit ist auch im höheren Niveau durchgeführt worden, so dasseinige Forscher an der Herausgabe der in Deutschland neu geplanten Monographienserie (Orbis Phänomenologicus ) teilnehmen. [Material 2.]

In dieser Situation entstand unter den jungeren Mitgliedern der "japanischen Gesellschaft der Phänomenologie", der "japanischen Gesellschaft von Phänomenologie und sozialen Wissenschaften" und der "phänomenologisch-hermeneutischen Arbeitsgemeinschaft" der Wunsch, Texte von phänomenologischen Philosophen maschinenlesbar zu machen. Vor allem empfinden wir zutiefst die Notwendigkeit, elektronische Texte von Husserls Schriften zu bilden, denn die meisten Texte in den Husserliana sind zu seinen Lebzeiten unveröffentlichte Manuskripte. Darunter gibt es neben den Vorlesungsmanuskripten, die Husserl selber einigermassen organisierte, auch die Sammlung der Manuskripte, die vom Herausgeber mehr oder weniger organisiert sind, eigentlich jedoch fragmentarische Arbeitsmanuskripte waren. Außerdem ist in jeden Bänden der Husserliana zwar der Namenregister enthalten, aber meistens kein Sachregister(Ideen I, auch die Bände XXIV, XXV, XXVII ausgenommen).

Im Jahre 1992 wurden Husserls Gesammelte Schriften , in einer Edition von Elisabeth Ströker, in 9 Bänden, Felix Meiner, veröffentlicht. Deren letzter Band enthält ein Sachregister. Obwohl es nicht allumfassend ist, ist die Sucharbeit wenigstens bei diesen 9 Bänden ermöglicht. Was da gesammelt ist, sind jedoch die zu Husserls Lebzeit schon veröffentlichte Bände --Erste Philosophie ausgenommen --, nämlich von Husserl selber einigermaßen organisierte Bände. Aber gerade bei den zu seinen Lebzeit unpublizierten, unorganisierten fragmentarischen Texten ist die Sucharbeit mit dem Gedächtnis schwierig und eine Sucharbeit mit dem Computer kann eine große Rolle spielen. Deswegen müssen wir sagen, daß das, was in diesen Gesammelten Schriften nicht gesammelt ist, unbedingt maschienenlesbar gemacht werden muß.

So haben wir, Kollegen und ich, uns, unter dem Namen "Ausschuß für Herstellung von Husserl-Database" mit dem Endziel versammelt, alle Texte von Husserliana maschinenlesbar zu machen. Und wir haben unter den bisher publizierten 29 Bänden der Husserliana vorläufig bei den für uns wichtigen und nötigen fünf Bände mit dem Eingeben, Korrigieren und Herausgeben angefangen. Aus unserem gemeinsamen Interesse haben wir die drei Intersubjektivitäts-Bände, d.i. 13.-15. Band von Husserliana, und dann aus verschiedenen Grunden den Bd. 11, Analysen zur passiven Synthese, und den Bd. 16, Ding und Raum, ausgewählt. (Nebenbei gesagt; während unserer Arbeit stellte es sich heraus, daß sich ein mexikanischer Forscher, unser Kollege Antonio Zirion, mit einer ähnlichen Arbeit beschäftigt, obwohl sein Zweck etwas anders als unserer ist. Wir denken an eine Möglichkeit der Mitarbeit und suchen auch jetzt danach. Eine solche künftige Möglichkeit berücksichtigend, haben wir uns entschieden, mit demjenigen Text anzufangen, der in Mexiko noch nicht bearbeitet wird, damit unsere Arbeit nicht doppelt gemacht wird. Es sind die Bände 11. und 16., die wir für wichtig halten, die in Strökers Ausgabe nicht gesammelt und in Mexiko noch nicht bearbeitet sind.) Glücklicherweise hat unser Projekt eine finanzielle Unterstützung vom japanischen Kultusministerium im Jahr 1994 erhalten.

Ich möchte nun den konkreten Vorgang der Database-Bildung ganz kurz schildern, damit Sie sich es gut vorstellen können. Bei der Eingabe haben wir bei einem Macintosh-Computer ein OCR (optical charakter reader) Programm benutzt. Die Dateien, die wir in diesem Programm herausgelesen haben, haben wir als Dateien in einem Textverarbeitungsprogramm gespeichert. Sie sind auch mit diesem Programm gedruckt und in Vergleich mit den originalen Texten von Husserliana korrigiert. Am Anfang dachten wir daren, diese unverarbeiteten Texte zu vollenden. Aber wenn wir Wörter oder Wendungen in der Database suchen und analysieren wollen, können wir uns mit den einfachen Funktionen vom Textverarbeitungsprogramm selbstverständich nicht zufrieden geben. Da schwebte uns ein japanisches Such-Programm mit dem Namen TEXAS vor, das auch bei den vorhergehenden anderen Database schon bekannt war.

(Nebenbei gesagt; es geschah ganz aus Zufall, daß wir dieses Programm TEXAS auswählten, nämlich aus der einfachen Tatsache, daß es bei den uns bekannten Projekten benutzt wurde. Damals, etwa vor einem Jahr, haben wir zwar ein ähnliches, aber auf Mac funktionierendes Program gesucht, aber keines gefunden, das unserem Wunsch genau entsprach. Auch wegen des Mangels an Zeit entschieden wir uns schließlich dafür, das TEXAS doch zu benutzen. Als wir uns nachher woanders befragten und auch im Internet suchten, haben wir einige andere ähnliche Programme gefunden. Aber wir haben noch nicht geprüft, ob andere besser als TEXAS funktionieren.)

Dieses Programm TEXAS funktioniert jedoch im japanisch modifizierten MS-DOS von NEC (Jetzt gibt es auch eine IBM-Version, die ich heute mitgebracht habe und später Ihnen zeigen kann). Solang wir das TEXS benutzen wollen, mußten wir die originalen deutschen Texte auf dem Mac-Programm in MS-DOS Texte auf den ASKII-Dateien verarbeiten. Das bedeutet, daß man eigentümliche Buchstaben der deutschen Sprache wie Silben mit Umlaut und "ß" irgendwie umschreiben muß. Wir haben "ä", "ö", "ü" und "ß" jeweils durch "ae", "oe", "ue" und"ss" ersetzt. Für TEXAS mußten wir außerdem auch einige spezielle Zeichen, wie "_P" für Seitennummer, "_T" für Titelzeile, u.s.w. ergänzen. So entstanden als zweite Texte Text-Database für TEXAS auf der japanischen MS-DOS Version.

Aber mit dem Wunsch, diese per Internet elektronisch zu veröffentlichen, ist ein Problem aufgetreten. Aufgrund der Erfahrungen bei anderen vorhergehenden Database, wie es mir zu Ohren kam, haben wir gedacht, daß uns der Verlag, welcher das Copyright von Husserliana besitzt, nämlich früher Martinus Nijhoff, jetzt Kluwer Academic Publishers, mit Toleranz eine Genehmigung erteilen würde. Nach einer Verspätung haben wir eine Antwort auf unsere Anfrage erhalten, welche lautet, daß er keine Erlaubnis erteilen könne, weil er einen Plan, Husserliana in CD-ROM zu veröffentlichen, habe. Da haben wir darauf verzichtet, unsere Text-Database als solche roh per Internet zu veröffenlichen, entschieden uns stattdessen dafür, das Ergebnis des mit TEXAS durchgeführten Suchvoragangs von streng ausgewählten 400 Wörtern als "Husserl-Database" zu veröffentlichen.

Wenn wir beides die für TEXAS bearbeitete Text-Database als solche und das Such-Programm TEXAS anbieten würden, wie bei den vorhergehenden Database in Japan, ist es klar, daß ein Benutzer nach eigenem Interesse die verschiedene Funktionen von TEXAS zur Geltung bringen kann, um Wörter und Wendungen zu suchen und zu analysieren. (In Wirklichkeit haben wir in unserer Database vorläufig allein die einfache Funktion des Suchens benutzt, obwohl das TEXAS noch andere Funktionen hat, wie "and", "or", "display", "page", u.s.w. ) Aus diesem Blickpunkt scheint unsere Database, bei der man lediglich das Ergebnis des einfachen Suchens von ausgewählten Wörtern erhalten kann, ihren Nutzwert auf die Hälfte zu reduzieren. Aber andererseits glauben wir, daß unsere Husserl-Database einen anderen Vorteil hat. Nämlich wenn man die Database mit dem Such-Programm bekommt, kann man einerseits verschiedene Funktionen selber benutzen, andererseits aber benötigt man zu ihrer Benutzung ziemlich reiche Kenntnisse von MS-DOS. Das hat nämlich eine Begrenzung, daß es für denjenigen, dem solche Kenntnisse fehlen, z.B. für einen Mac-Benutzer wie ich, unzugänglich ist. Aus diesem Gesichtspunkt sind bei unserer Husserl-Database alle solche Arbeiten, für die man solche Kenntnisse braucht, schon fertig. Unter folgenden Bedingungen kann man also das Ergebnis leichter erhalten.

Bei der Husserl-Database bieten wir also die Dateien grundsätzlich nicht mit Disketten, sondern per Internet. Man kann per Internet nötige Informationen gleich bekommen, und wenn man uns einen Wunsch für neuen Dateien per E-mail schickt, sind wir immer bereit, entsprechende Dateien sofort zu ergänzen. Da wir das Internet verwenden, braucht man natürlich einen Computer, der mit dem Internet verbunden ist, eine Sonder-Software für diesen Zweck und auch eigene E-mail-Adresse. Wenn man diese Bedingungen erfüllt, kann man das Ergebnis einfach bekommen, unabhängig davon, ob man eine Mac-Computer, eine IBM-DOS-Computer oder auch eine japanisch modifizierte NEC-DOS-Computer benutzt. Außerdem ohne die schwierige Benutzungsanweisung von MS-DOS und TEXAS zu verstehen, kann man mit einfachen Handhabungen gleich das Suchergebnis bekommen. Das bedeutet doch eine Umwandlung von Nachteile in Vorteile.

Aus dieser Geschichte ist die Husserl-Database, die diesmal veröffentlicht wurde, keine Text-Database, sondern eine Database, in der die Dateien des Suchergebnisses gesammelt sind, aber die bei ihrer Benutzbarkeit Vorteile hat. Im folgenden möchte ich Ihnen deren Inhalt kurz vorstellen.


III. Inhalt der Husserl-Database

Wie gesagt, ist in der Husserl-Database das Ergebnis des Suchens von ausgewählten Wörter in der aufgrund der Husserliana gebildeten Text-Database gesammelt. Das Ergebnis führt für alle Wörter Seitennummer und Zeilennummer der Husserliana auf. Die Benutzung dieser Database setzt also voraus, daß der Benutzer entsprechende Bände der Husserliana verfügbar hat. Die Husserl-Database, welche wir noch zu bilden dabei sind, enthält, wie oben gesagt, die Bände XI, XIII - XV, und XVI. Die Originaltexte sind im Material 3. angeführt. [Material 3.]

Die Husserl-Database mit der Abkürzung "HUA" hat zwei Abteilungen (directories). Die Dateien vom Suchergebnis sind unter der Abteilung "dat" registriert, während andere Texte wie Regeln, Anweisungen u. ä. unter der Abteilung "doc" registriert sind. Die zweite Abteilung besteht aus folgenden Schriften:

  1. Regeln für die Benutzung
  2. Benutzungsanweisung
  3. Inhalt der zur Zeit fertiggestellten Text-Database
  4. Exemplar der Stichprobe (eine Seite aus jedem der Bände)
  5. Liste der Nachschlagwörter
  6. Exemplar der Ergebnisliste des Suchens
  7. Exemplar der Ergebnisse des Suchens von exemplarischen Wörtern in jedem der Bände (_einfuehlung*, _horizont*)
Hier möchte ich einige wichtige Teile aus der zweiten Abteilung zitieren und kurz erklären.

1. Regeln für die Benutzung

Bei der Benutzung der Husserl-Database soll man folgende Regeln beachten:
(i) Da die Husserl-Database mit der Bedienung von "anonymous ftp" veröffentlicht ist, braucht ein Benutzer keine spezielle Registratur. Die Bedienung steht außerdem ohne Benutzungsgebühren zur Verfügung.
(ii) Die Benutzung der Husserl-Database ist auf wissenschaftliche Zwecke begrenzt. Sonst gibt es weder Benutzerqualifikation noch Benutzerbegrenzung.
(iii) Wenn ein Benutzer Daten herausgezogen hat, soll er uns informieren unter Angabe seines Namens, seiner Zugehörigkeit, seiner Kontaktadresse (z.B. E-mail Address) und dem Verweis darauf, welche Daten er herausgenommen hat (an den Vertreter: Shinji Hamauzu, E-mail: jsshama@hss.shizuoka.ac.jp, Fax: 0081-54-238-1803, Tel: 0081-54-238-4488).
(iv) Wenn ein Benutzer aufgrund der aus der Husserl-Database herausgenommenen Daten einen Aufsatz u.a. veröffentlichen will, sollte er in ihm erwähnen, daß er die Husserl-Database benutzt hat, und auch uns darüber informieren mit Zusendung eines Exemplars des Aufsatzes.
(v) Wenn ein Benutzer den Wunsch hat, außer der registrierten Daten andere Wörter oder Wendungen zu suchen oder über unser Suchergebnis noch ausführliche Information zu bekommen, soll er uns informieren. Wir sind immer bereit, gewünschte Daten gleich zu ergänzen.
(iv) Obwohl wir große Mühe aufgewandt haben, die Husserl-Database durch wiederholte Korrektur ohne Fehler zu bilden, soll man uns informieren, falls man bei der Benutzung doch einen Fehler findet.

2. Die Benutzungsanweisung ist hier weglassen.

3., 4. 6. und 7. möchte ich als Anschauungsmaterialien verteilen und einige Tipps dazu hinzufügen.

Zu 3: [Material 4.] Um auch Wörter in den Fußnoten zu suchen, bilden wir neben der Database vom Haupttext auch die Database von Fußnoten extra. "hua_13t" bezeichnet also Haupttext, und "hua_13a" Fußnoten (Anmerkungen). Beachten Sie auch, daß eigentümliche Buchstaben der deutschen Sprache wie Silben mit Umlaut und "ß" ersetzt sind, wie oben erwähnt.

Zu 4: [Material 5.] Wie gesagt, bezeichnet "_P" die Seite, "_T" den Titel. Statt " benutzen wir "@". Betonte Stellen im Sperr- oder Kursivdruck sind mit "!" wiedergegeben.

5. ist hier weglassen, weil die Liste unter 6. mit dem Ergebnis wiedergegeben ist.

Zu 6: [Material 6.] Wenn man die erste Daten als Beispiel nimmt, bezeichnet "#1" die Numerierung der Gruppe, die nächste Nummer die Häufigkiet des Auftretens. In den danach kommenden Nachschlagwörtern bezeichnet "_" die Funktion, Groß- oder Kleinschreiben ignorierend das Wort zu suchen, "*" die Funktion, das Wort zu suchen, dessen vorderer Teil übereinstimmt (z.B. unter "_abbild*" findet man "Abbild", "Abbilder", "abbilden", "Abbildung" u.s.w.).

Zu 7: [Material 7.] Hier geben wir lediglich das Ergebnis des Haupttexts. Von den fünfstelligen Ziffern bezeichnet die vordere dreistellige die Seiten, die hintere zweistellige die Zeile. (Also, z.B. 24020 bezeichnet Seite 240 und Zeile 20.)


IV. Schlußwort

Nun komme ich zum Schluß. Heute zielte ich darauf ab, Ihnen die Husserl-Database kurz vorzustellen. Dabei hatte ich nicht vor, ausführlich zu schildern, wie nützlich eine solche Database überhaupt ist, noch, was ich aus dem heute Ihnen als Beispiel vorgestellten Ergebnis folgern kann. Wenn ich das Beispiel von "Einfuehlung" (wie gesagt, auch z.B. "einfuehlungsmäßig" inbegriffen) nehme, stellt sich zwar als Ergebnis heraus, daß die Häufigkeit seines Auftretens nicht plötzlich gesunken ist (nämlich 305 Stellen im Bd.XIII, 353 Stellen im Bd. XIV und 285 Stellen im Bd. XV), noch eine zeitliche Einseitigkeit hat. Wenn man darüber etwas sagen will, muß man jeden Fall dieser Stellen genauer untersuchen. Soviel ich bisher gemerkt habe, habe ich leider kein sensationelles Beispiel gefunden, z.B. daß Husserl sein früher beliebtes Wort ab einer gewißen Periode plötzlich nicht mehr gebraucht hätte, oder im Gegenteil, daß er ein neues, besonders wichtiges Wort plötzlich zu benutzten angefangen hätte. Mit der Untersuchung dessen, ob die Dateien der Husserl-Database eine philosophische Bedeutung besitzen, haben wir erst angefangen.

Die Husserl-Database an sich sind trockene Dateien, in welcher lediglich Ziffern nebeneinander stehen. Alles, was man da herausliest und was man daraus folgern kann, hängt von der Imagination und Interpretationsfähigkeit des Benutzers ab. Da sind nichts anders als Dateien, welche man auf der Vorstufe der "philosophischen" Arbeit benutzen kann. Es ist nicht anderes als ein Mechanisieren der Arbeit, die jeder Forscher bei der Lektüre von philosophischen Texten oder auch für Bestätigung einer Theorie irgendwie vage, in der Handarbeit mit Notizbuch oder Karteien, durchführt. Jeder hofft, daß irgendeiner statt seiner diese Arbeit übernehmen würde, und denkt, daß, wenn irgendeiner das macht, er es gerne benutzen würde, aber daß er selbst für solche Arbeit weder Mühe noch Zeit verschwenden will, und daß er irgendjemandem eine solche "einfache" Arbeit überlassen möchte, damit er sich selber mit einer "höheren" Arbeit beschäftigen kann. In Wirklichkeit hatte ich selber bis neulich so gedacht. Aber als ich erst einmal mit unseerrem Projekt begonnen hatte, finde ich es nicht schlecht. Denn, wenn ich einen Aufsatz ganz nach Belieben verfasse, wird man ihn nach etwa 10 Jahren nicht mehr berücksichtigen. Im Gegenteil kann jeder diese Arbeit der Database später noch benutzen und aufgrund darauf eine neue Arbeit durchführen. Das ist doch auch eine gute Arbeit, glaube ich jetzt.

Was mich betrifft, hatte ich neulich die Chance, meine bisherige gespeicherte Arbeit als Buch zu veröffentlichen, wie ich schon am Anfang erwähnte. Ursprünglich wollte ich zuerst die Husserl-Database abschließen und in deren Gebrauch meine Veröffentlichung vervollständigen. Ich fürchtete aber, daß ich dann meine Arbeit nicht mehr zur Einheit bringen könnte, deswegen habe ich darauf verzichtet. Weil die Husserl-Database, wenigstens von drei Intersubjektivitäts-Bänden, nun fertig ist, würde ich allzugern mein ganzes bescheidenes Werk verbessern. Aber dann würde ich das Werk fundamental umschreiben, und das würde schließlich ein neues Werk bilden. Es steht fest, daß ein neuer Weg, der über mein Werk hinausführt, in der Husserl-Database steckt. Abgesehen davon, daß es letztlich gleichgültig ist, wer diesen Weg einschlägt, ich selber oder ein Anderer.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!


Return to:Husserl-Database Home Page